Das Buchbinderhandwerk – Immaterielles Kulturerbe

Das Immaterielle Kulturerbe umfasst lebendige Traditionen, Bräuche, Wissen und handwerkliche Fertigkeiten, die von Menschen praktiziert, weiterentwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es geht dabei nicht um ein einzelnes Gebäude oder einen Gegenstand, sondern vor allem um das Wissen und Können der Menschen. Deutschland ist seit 2013 Mitglied des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes.
Das Buchbinderhandwerk wurde 2021 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird die besondere Bedeutung dieses traditionellen Handwerks und seines über Generationen weitergegebenen Wissens gewürdigt.
Buchbinderinnen und Buchbinder verbinden traditionelles Handwerk mit Kreativität und Präzision. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem das Binden von Büchern, die Reparatur und Restaurierung historischer Bücher sowie die kunsthandwerkliche Gestaltung von Bucheinbänden. Damit leistet das Buchbinderhandwerk einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Büchern, Archivgut und unserem kulturellen Gedächtnis.
„Wissen. Können. Weitergeben.“ – dieses Motto beschreibt besonders gut, worum es beim Immateriellen Kulturerbe und damit auch beim Buchbinderhandwerk geht: Eine jahrhundertealte Handwerkstradition wird bewahrt, gelebt und an die nächste Generation weitergegeben.




